Mathe-Lernplattform für die Grundschule auswählen: die Kriterien
Woran Lehrkräfte und Schulleitungen eine Mathe-Lernplattform für die Grundschule messen: Inhalte, Diagnose, Datenschutz, Kosten und Aufwand.
Kurz gesagt: Eine gute Mathe-Lernplattform für die Grundschule deckt alle fünf Leitideen der Bildungsstandards ab, reagiert auf die Fehler der Kinder, zeigt der Lehrkraft den Stand der Klasse und ist datenschutzrechtlich sauber geregelt. Erst danach zählen Preis und Bedienung. MatheZeit ist eine Lernplattform, die ganz auf den Mathematikunterricht der Grundschule zugeschnitten ist, und lässt sich an jedem dieser Kriterien prüfen, für Lehrkräfte kostenlos.
Dieser Artikel richtet sich an Lehrkräfte und Schulleitungen, die eine digitale Mathe-Plattform für ihre Grundschule auswählen. Sie finden eine Kriterienliste, die für jedes Angebot gilt, und danach die Einordnung von MatheZeit an jedem Punkt. Wir sind selbst Anbieter von MatheZeit. Stand: November 2026.
Sieben Kriterien für die Auswahl
Ein Programm kann bei Kindern beliebt sein und trotzdem wenig über ihr Denken verraten. Prüfen Sie deshalb zuerst die fachliche Seite, dann den Alltag. Eine gute Orientierung bieten die Bildungsstandards Mathematik für den Primarbereich der Kultusministerkonferenz mit ihren fünf Leitideen. Das Projekt PIKAS digi gibt zusätzlich einen Überblick über Qualitätskriterien für den Einsatz von Software im Mathematikunterricht der Grundschule.
| Kriterium | Woran Sie es erkennen |
|---|---|
| Inhalte | Alle fünf Leitideen, auch Geometrie, Größen, Muster und Daten, nicht nur Rechnen. Passende Klassenstufen. |
| Umgang mit Fehlern | Das Programm reagiert auf die konkrete falsche Antwort und gibt eine Hilfe, ohne die Lösung vorzusagen. |
| Diagnose | Die Lehrkraft erfährt, wo die Klasse steht und welche Denkfehler gehäuft vorkommen, ohne zusätzlichen Test. |
| Unterricht mit der Klasse | Die Lehrkraft kann einen Inhalt für alle bereitlegen, und die Kinder arbeiten trotzdem auf ihrem Niveau. |
| Datenschutz | Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO, Datenort, Löschfristen, keine Werbung. |
| Kosten | Klarer Preis je Klasse oder je Kind, Finanzierungsweg (Schulträger, Lernmittel, Startchancen). |
| Aufwand | Anmeldung der Kinder, Geräte, Einarbeitung im Kollegium. |
Drei Fragen helfen beim Gewichten. Erstens: Wofür soll das Programm da sein, für Übungsphasen, für die Förderung einzelner Themen oder für die Diagnose? Zweitens: Wer muss mit dem Programm arbeiten, nur eine Lehrkraft oder das ganze Kollegium? Drittens: Wie viel Zeit kostet die Einrichtung, bevor die erste Stunde läuft?
Für Preise und Datenschutz gibt es eigene Artikel: Preise digitaler Mathe-Angebote im Vergleich und die Prüfliste Datenschutz für Mathe-Apps.
Wie MatheZeit zu den Kriterien passt
Inhalte. Die Inhalte von MatheZeit sind nach den fünf Leitideen der Bildungsstandards geordnet und für die Doppeljahrgänge 1/2 und 3/4 angelegt. Die Kinder arbeiten in drei Bereichen. MatheZeiten bauen ein Thema in mehreren Stationen auf, vom ersten Entdecken bis zum sicheren Können. Das Basiscamp übt Rechenfertigkeiten von Zahlvorstellung und Stellenwert bis zu den schriftlichen Verfahren. Die Knobelbox fördert das Problemlösen. Auch für Klasse 1 gibt es MatheZeiten.
Umgang mit Fehlern. Macht ein Kind einen Fehler, hilft der Lernassistent Mazio direkt in der Aufgabe. Er geht auf die gegebene Antwort ein, benennt typische Denkfehler in einfachen Worten und stellt eine Rückfrage. In den MatheZeiten zeigt Mazio die Hilfe auch im Bild. Er markiert die entscheidende Stelle, hebt einen Teil der Darstellung hervor, blendet eine falsche Antwortmöglichkeit aus oder trägt einen einfachen Teilschritt ein, sodass das Kind den Rest selbst löst. Die Lösung nennt er nicht. Den nächsten Schritt geht das Kind selbst.
Diagnose. MatheZeit wertet beim Üben jede Eingabe regelbasiert aus und zeigt unter „Ergebnisse“, wo die Klasse in den fünf Leitideen steht. Einmal in der Woche prüft MatheZeit, ob sich in der Klasse eine Fehlvorstellung zeigt. Die Förderkarte schlägt dazu Schritte für den Unterricht und passende Inhalte für die Tafel vor.
Unterricht mit der Klasse. Die Lehrkraft legt eine MatheZeit mit dem Plus auf die Tafel ihrer Klasse, und die Kinder sehen sie sofort auf ihren Geräten. Die Schwierigkeit passt sich dem bisherigen Bearbeitungsverlauf jedes Kindes an, auch wenn die ganze Klasse dieselbe MatheZeit bearbeitet. So arbeiten alle am selben Thema, jedes Kind auf seinem Niveau.
Datenschutz. Jedes Kind meldet sich mit einem eigenen achtstelligen Zugangscode oder seiner Zugangskarte an. Namen und E-Mail-Adressen der Kinder sind nicht nötig. Personenbezogene Daten der Kinder speichert und verarbeitet MatheZeit ausschließlich in Deutschland. Die Schule schließt die Datenschutzvereinbarung online ab, und alle Unterlagen dafür stehen in der Prüfliste Datenschutz für Schulen.
Kosten. Für Lehrkräfte ist MatheZeit kostenlos. Für den Einsatz mit den Kindern erwirbt die Schule eine Klassenlizenz für 179 € je Klasse und Schuljahr oder eine Schullizenz für 7,00 € je Kind und Schuljahr, jeweils inklusive Umsatzsteuer und ohne Mindestbetrag. Die Zustimmung zur Datenschutzvereinbarung kostet nichts. Einzelheiten stehen unter Preise und Finanzierung.
Aufwand. MatheZeit läuft im Browser auf gängigen Tablets und Laptops, ergänzend gibt es die App für iOS und Android. Eine Klasse ist mit „Neue Klasse“ angelegt; für jedes Kind entsteht automatisch ein Code, und „Karten drucken“ erzeugt ein A4-Blatt mit Zugangskarten.
Ein Beispiel aus dem Unterricht. Ein Kollegium prüft zwei Angebote in einer dritten Klasse. Die Lehrkraft legt die MatheZeit „Parallel und senkrecht“ auf die Tafel und schaltet „Pflicht“ ein. An der Zeile sieht sie, wie viele Kinder den Inhalt fertig haben. Nach zwei Wochen öffnet sie „Ergebnisse“ und bringt die Auswertung je Level und den Stand in den Leitideen mit in die Besprechung. So kann das Kollegium vergleichen, was es aus jedem Angebot über die Klasse erfährt.
Worauf MatheZeit zugeschnitten ist. MatheZeit ist ganz auf den Mathematikunterricht der Grundschule zugeschnitten und lässt sich parallel zu einem Werkzeug für andere Fächer nutzen. Einen Vergleich finden Sie im Artikel MatheZeit und andere Mathe-Apps mit Lehrerübersicht.
Nächster Schritt. Legen Sie unter kostenlos registrieren ein Konto an, legen Sie eine Klasse an und sehen Sie sich die MatheZeiten im Regal an. Grundschulen in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg können MatheZeit mit der ganzen Klasse einsetzen, ausprobieren und lizenzieren. Einen Überblick für Lehrkräfte gibt die Seite MatheZeit für Lehrkräfte.
Häufige Fragen
Welche Mathe-Lernplattform ist für die Grundschule gut?
Das hängt vom Ziel ab. Für reines Wiederholen reichen oft kostenlose Übungs-Apps. Sollen Fehlvorstellungen erkannt und im Unterricht aufgegriffen werden, achten Sie auf Rückmeldung zu Fehlern, eine Auswertung für die Klasse und alle fünf Leitideen. Testen Sie zwei Angebote mit derselben Klasse und vergleichen Sie, was Sie danach wissen.
Worauf sollte die Schulleitung beim Datenschutz achten?
Auf einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, einen klar benannten Datenort, Löschfristen und den Verzicht auf Werbung und Tracking. Bei MatheZeit heißt dieser Vertrag Datenschutzvereinbarung, die Schulleitung schließt ihn online ab.
Reicht eine Plattform für alle Fächer?
Eine Plattform für viele Fächer vereinfacht die Verwaltung. Ein Fachangebot für Mathematik geht dafür tiefer auf Denkfehler in diesem Fach ein. Viele Schulen kombinieren beides.






